Warum ich einen Mach-E reserviert habe.

  • Hier möchte ich Argumente für den Mach-E, auch im Vergleich mit anderen E.-Autos, erörtern.


    Als langjähriger E.-Mobilist wartet man ja schon immer auf die "Eierlegende Wollmilchsau", die alle Anforderungen an ein Auto erfüllt, die man eben so stellt.

    Zumindest annähernd.

    Und natürlich am eigenen, indivduellen Anspruch und Budget zu messen ist.


    In meinem Fall steht die Kombination aus Alltagstauglichkeit, Komfort und Langstreckentauglichkeit im Vordergrund.

    Alltag heißt bei mir unterschiedlichste Transportaufgaben.

    Es müssen sowohl mehrere Erwachsene und/oder auch sperrige Dinge Platz im Auto haben, in einigen Fällen geht's eigentlich sogar nur noch mit Hänger. Hier kommt der Mach-E meinen Anforderungen doch schon sehr nahe, allerdings sollten es keinesfalls weniger als die beworbenen 750kg Zuglast werden.

    Gleichzeitig sollte das Auto auch in der Stadt noch handlebar sein, und hier ist der Mach-E mit seinen 4,71m Länge schon grenzwertig.

    Aber immer noch ein paar cm kürzer als das Model Y...


    Beim Komfort gibt es inzwischen auch bei vielen anderen Autos keine Einschränkungen mehr, ich erwarte auch beim Mach-E hier keine.


    Langstrecke (>400km):

    Kommt bei mir unregelmäßig, aber oft doch mehrmals im Monat vor.

    Hier war bei meinen bisherigen Fahrzeugen (natürlich) die Batteriekapa DER einschränkende Faktor.

    Bis es eben Autos mit >60kWh gab, die auch für mich leistbar waren.

    Seither liegt der Fokus auf der Ladeleistung an DC, und hier erhoffe ich mir vom Mach-E einen deutlichen Fortschritt, 150kW sind da schon mal nicht schlecht, wichtig wäre eine gute Ladekurve, die nicht schon bei 70% SOC auf die Hälfte absackt.

    Und auch nicht im unteren Drittel lange braucht um "aus dem Quark" zu kommen.

    Ich hoffe, die Ingenieure bei Ford haben hier ihre Hausaufgaben gemacht, we will see..

    Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, wie effizient das Auto mit der Energie umgeht.

    Der WLTP-Wert von 16,5kWh/100km hat da noch wenig Aussagekraft, da müssen Praxiserfahrungen her.

    Hilfreich wäre, vor allem im Winterhalbjahr, die Wärmepumpenfunktion der Klimaanlage zur Heizung, ich konnte aber bis dato nicht herausfinden ob der Mach-E diese Funktion hat.

    Nach meiner Erfahrung macht der Unterschied zwischen einem Fahrzeug mit Wärmepumpe und einem, das nur über ein PTC-Element zur Heizung verfügt, im Winter ca. 3kW Leistungsmehrbedarf für die Heizung aus.

    Das wirkt sich nicht nur auf die Reichweite, sondern auch auf die Energiekosten aus, die auf Langstrecke durchaus eine Rolle spielen, weil man hier immer öfter keinen Zugang zu "günstigem" Strom hat.


    Vielleicht wißt ihr auch noch was?

    "A customer can have a car painted any color he wants as long as it’s black." (H. Ford)

  • Argument 1:


    Ich finde den Mustang Mach E einfach schön. Das hat sich gestern beim Streicheln und Probesitzen uneingeschränkt bestätigt.

    Eigentlich wollte ich kein neues Auto kaufen - und schon gar keinen reinen Stromer - aber bei einem zufälligen Blick auf die Ford-Homepage und den brandneuen Mach E kam sofort ein "Will-haben-Gefühl" auf. Jetzt kann ich es kaum erwarten, das Pony in der Garage zu haben.



    Argument 2:


    Nachdem ich mich aus aktuellem Anlass intensiv mit der E-Mobilität beschäftige, bin ich der Meinung, dass die BEV alles andere als eine Übergangstechnologie sind. In der Praxis schlagen einem immer wieder die gleichen Gegenargumente entgegen, wenn man vom E-Auto-Kauf berichtet (Überfüllte Ladestationen, kurze Reichweite, problematische Batterieproduktion und -entsorgung, ...)


    Heute Morgen ist mir die berühmte "Ruck-Rede" unseres ehemaligen Präsidenten Roman Herzog begegnet - siehe unten.


    Der aktuelle Sturm auf Hybrid-Autos (ich nenne sie inzwischen Verbrenner mit Herzschrittmacher) oder das Warten auf das Wasserstoffauto ist für mich nichts anderes als der Versuch, "lieb gewonnene Besitzstände" zu bewahren. Beide Technologien ermöglichen es dem Nutzer, die Gewohnheit des schnellen Tankens an der Tanke beizubehalten. Die vorausschauende Einplanung von Ladepausen auf längeren Strecken bedeutet ja Komfortverlust ||.


    Die Rede von Roman Herzog passt wunderbar zur aktuellen Situation bei den E-Autos. Wir müssen alte Gewohnheiten ablegen und die Schubläden ausleeren.


    Insofern ist der Mustang Mach E aus meiner Sicht ein gelungener Paukenschlag von Ford am Beginn des Weges in die reine E-Mobilität. Ich würde mir wünschen, dass Ford künftig deutlich mehr reine E-Autos anbietet, damit meine Frau beim nächsten Fahrzeugwechsel auch elektrisch unterwegs sein kann ;).


    Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Wir müssen Abschied nehmen von lieb gewordenen Besitzständen, vor allen Dingen von den geistigen, von den Schubläden und Kästchen, in die wir gleich alles legen. Alle sind angesprochen, alle müssen Opfer bringen, alle müssen mitmachen.“

  • Ich würde mir wünschen, dass Ford künftig deutlich mehr reine E-Autos anbietet, damit meine Frau beim nächsten Fahrzeugwechsel auch elektrisch unterwegs sein kann ;).

    Als ich vor vielen Jahren den ersten Stromer anschaffte wurde mir schnell klar:

    Wenn Du als Ehemann ein E.-Auto haben willst, brauchst Du eigentlich zwei, denn eines braucht immer Deine Frau... ;(

    "A customer can have a car painted any color he wants as long as it’s black." (H. Ford)

  • Hilfreich wäre, vor allem im Winterhalbjahr, die Wärmepumpenfunktion der Klimaanlage zur Heizung, ich konnte aber bis dato nicht herausfinden ob der Mach-E diese Funktion hat.

    Nach meiner Erfahrung macht der Unterschied zwischen einem Fahrzeug mit Wärmepumpe und einem, das nur über ein PTC-Element zur Heizung verfügt, im Winter ca. 3kW Leistungsmehrbedarf für die Heizung aus.

    Update: Leider keine Wärmepumpe, guxdu: https://www.greencarreports.co…om-milquetoast-to-mustang

    Zitat

    The Mach-E doesn’t have a heat pump. Like Tesla vehicles, the Ford electric vehicle skips it entirely, and Heiser hinted that it’s added complexity that might have gotten in the way. “We felt it would be better to put our emphasis on getting the battery range.”

    Das ist in gewisser Weise ein Widerspruch, denn die Reichweite/der Verbrauch lässt sich mit der Wärmepumpenfunktion relativ einfach verbessern, es braucht nur 2 Umschaltventile im Kältemittelkreislauf und ein bißchen Steuerung...

    Schade.

    "A customer can have a car painted any color he wants as long as it’s black." (H. Ford)

  • Finde ich auch Schade. Aber ich denke, man kann es verschmerzen.


    Wenn ich Dich richtig in Erinnerung habe, dann unterhalten wir uns über einen Mehrverbrauch je Stunde von ca. 3 kWh. Das wären dann etwa 15 KM Reichweitenverlust. Das kann der Mach E auch mit der kleineren Batterie durchaus vertragen.

    Einen Tod muss man halt sterben ;).

  • Wenn ich Dich richtig in Erinnerung habe, dann unterhalten wir uns über einen Mehrverbrauch je Stunde von ca. 3 kWh.

    Im Extremfall, ja.

    Allerdings ist diese Differenz nur für eine begrenzte Zeitspanne in der Aufheizphase des Innenraumes so groß.

    Auf Langstrecke und bei Temperaturen, bei denen die Wärmepumpe eh keine hohe Effizienz erreicht, relativiert sich das.

    Für mich ist die fehlende Wärmepumpenfunktion jetzt auch kein Killerkriterium, es gibt wichtigeres.

    "A customer can have a car painted any color he wants as long as it’s black." (H. Ford)

  • Gleichzeitig sollte das Auto auch in der Stadt noch handlebar sein, und hier ist der Mach-E mit seinen 4,71m Länge schon grenzwertig.

    Aber immer noch ein paar cm kürzer als das Model Y...

    Möglicherweise lag ich damit falsch.

    Es gibt zwar noch keine belastbaren Daten direkt von Tesla, aber das Model Y scheint doch kürzer zu sein als das Model 3, und somit auch kürzer als der Mach E.

    Mit der (angekündigten) AHK hapert's beim Model Y bislang immer noch, sie ist noch nicht bestellbar, genausowenig wie eine Hecktriebler Version, die a.) günstiger, und b.) wahrscheinlich verbrauchsärmer wäre.

    Kommt wohl alles erst erst später...


    Das wird auf jeden Fall spannend. Ich würde mir wünschen, dass, wenn es denn schon keine Möglichkeit zu echten Probefahrten in D vor der verbindlichen Bestellung des reservierten Mach E gibt, man wenigstens rechtzeitig belastbare Daten zu Verbrauch, Ladekurve an HPC Säulen und Nettokapazität der Batterie UND die VERBINDLICHE Zusage der Anhängelast (Zugmasse) bekommt, sonst kauft man die Katze im Sack.

    "A customer can have a car painted any color he wants as long as it’s black." (H. Ford)

  • Wir können dem Pony zum ersten Erfolg verhelfen 🥇🥇🥇


    https://www.autozeitung.de/das…rwahl-198802.html?image=0


    Der MME nimmt am Contest für das schönste E-Auto des Jahres 2020 teil 😀


    Also ran an die Buletten und Stimmen abgeben ❎ MME


    Vote for Mustang Mach E

  • Nicht das den dann alle haben wollen, bleibt keiner mehr für uns übrig. Habe auch für die Mach E gestimmt. Aber der Audi Etron Q 4 ist auch sehr interessant und kommt gar nicht viel später, wenn überhaupt. :/ Aber ich glaube ich bleibe beim Mustang. :) Kommt ganz auf Ford an, wie lange Sie es noch hinauszögern.

  • Ganz frisches Video aus dem Netz zu Sync4


    Hätte mir zwar den ein oder anderen Blick auf den Bildschirm gewünscht, ist aber auch so ein schönes Video.



    Wahrscheinlich erhalten wir das Video schon in wenigen Monaten über den Ford Newsletter 😭