Ladelösung in Verbindung mit Photovoltaik-Anlage

  • Ich habe eine KEBA Wallbox, mit einem Schalter, der mir erlaubt zwischen nur Überschussladen und immer laden zu wählen, hat sich in der Praxis sehr bewährt.


    Was ich dabei auch gelernt habe, dass nicht alle EAutos das Überschussladen unterstützen, z.b. mit der Zoe funktioniert das Überschussladen nicht an meiner Anlage, die Zoe lädt nur wenn von Anfang an Strom anliegt. Die Zoe kann nicht "aufgeweckt" werden.

    Ioniq,Kona und Model3 funktionieren Einwandfrei.


    https://photos.app.goo.gl/f5BZ1xQFvdpUshyP7


    Ich weiss nicht wie dies in Deutschland ist, aber in der Schweiz macht es preislich einen riesen Unterschied ob man die Wallbox über 16amp oder 32amp anschliesst. Da der MME ja "nur" einen 16amp (3 phasen) Lader hat, reicht 16amp völlig aus, lasst euch also beides offerieren, 16 und 32 amp.

    Aus meiner sicht ist 16amp auch Zukunftssicher, da onboard lader über 16amp am aussterben sind.

  • Meine Empfehlung geht in die andere Richtung:

    Wenn es geht und vom VNB akzeptiert wird, immer 6mm2 und 32a legen lassen!


    Damit ist und bleibt man flexibel, mehr als 22kW werden am regulären Hausanschluss auch zukünftig nicht genehmigt.

    Downgrade geht immer, Upgrade nie oder nur sehr schwer.


    Wir haben eine 22kW WB mit zwei Ladepunkten. Diese liefert entweder 1x22kW oder 2 x 11, ohne umschalten oder so, das regelt sie alles selbst ...


    Der SMART ist mit 22kW in 40min von 10 auf 100% 8)


    micstriit: die zoe geht auch mit Überschuss, Du musst nur eine Grundladung von 6a an der WB einstellen. Heißt, die 6a zieht er dann immer egal ob der Überschuss reicht oder nicht.


    Funktioniert ganz bestimmt, ist beim Smart EQ identisch, da die gleiche Technik verbaut ist.

    Ya´at´eeh - Andreas


    "Es gibt immer eine gute und eine schlechte Seite.

    Manchmal lehrt mich die schlechte Seite des Lebens mehr Weisheit als die gute."

    Weisheit der Sioux

  • eybie Die frühen EV (Smart, Zoe sogar Tesla) haben mit schnellen Wechselstromladern gestartet, der Trend geht jedoch in eine andere Richtung. Schnelles DC laden und langsames AC laden. Ausnahme ist aus meiner Einschätzung nur der/die Zoe, welche auch die neuen immer noch sehr schnell AC laden kann. Heute kann man jedoch schon froh sein, wenn man 11kw hat. Was ich total vergessen habe, das viele Asiaten mit 32amp laden können aber nur einphasig (da asiatische Haushalte selten 3P haben), dies scheint sich jedoch auch zu ändern, so können Kona, Ioniq und Niro in der neusten Version nur noch mit 16amp aber dafür dreiphasig laden.


    Der MME kann auf jeden Fall nur mit 16amp (3P) laden!


    Natürlich kann ich komplett falsch liegen und in Zukunft wird alles 32amp sein.

    Aus diesem Grund habe ich auch geschrieben, lasst euch beides offerieren.


    Ich kenne jemand der hat sich in der Tiefgarage einer Mehrparteienhauses (mit Erlaubnis aller Besitzer) eine Wallbox einbauen lassen hat. Der Anbieter hat ihm nur 32amp offeriert um die 5000CHF, als ich ihm gesagt habe, lass doch auch 16amp offerieren, ist die Offerte auf 1500CHF runtergekommen! Da bestehende Infrastruktur verwendet werden konnte.


    Mein Ioniq kann nur mit (16amp einphasig) 3.7kw an der Wallbox laden und dies war mir bisher noch NIE zu langsam. Er ist immer voll am nächsten Tag ;-)


    Lasst euch einfach beides offerieren, so dass ihr abwägen könnt.

  • Bei mir hat die vorhandene Leitung entschieden. Die war nur für 16amp ausgelegt.

    Aber mir reicht es. Ich will sowieso soweit möglich mit Überschuss laden. Da kommen sowieso im günstigen Fall nur 3 - 4 kWh an.

  • Frage an Wallbox Nutzer mit PV-Anbindung:


    Ich hatte ja am Wochenende meine OpenWB erstmals im Einsatz. Da die Ladesteuerung im unteren Leistungsbereich nicht wie erwartet funktionierte (Ladeleistung bei Stromüberschuss ab 1W stufenlos aufwärts), habe ich den Support kontaktiert.


    Dort wurde mir mitgeteilt, das eine Ladeleistung unter 1.320W (6A bei einphasiger Ladung) nicht möglich ist. D. h. Wenn ich keinen Netzbezug möchte, darf die Anlage erst bei einem Überschuss von 1.320W mit der Ladung beginnen.


    Ist das bei Euch auch so oder hat jemand eine Wallbox, die auch geringere Ladeleistungen einsteuern kann?

  • Taunussteiner, Deine Vermutung ist richtig ...


    Wenn die WB ausschließlich auf Überschussladung steht, dann gibt sie die Ladung tatsächlich erst frei wenn auch "genug" Überschuss anliegt.


    "Genug" wird vom Smart-Meter definiert und ist keine fixe Größe.


    Jogi hat auch recht, eine weitere Hürde ist die Mindestanforderung des BEV.


    Beim MME haben wir dazu ja noch keine Daten X(


    Probieren kann man es ganz einfach indem man die Amperezahl step by step manuell erhöht, bis die Ladung startet.


    Stellt man nun diese "Grundladung" auch als erlaubten "Netzbezug" ein, startet die WB sofort nach einstecken und zieht zusätzlich allen Überschuss der PV.


    Fehlt die Sonne wird mit der Grundladung, gaaaaaaanz laaaaangsam der Akku aus dem Netz befüllt.

    Ya´at´eeh - Andreas


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    Weisheit der Sioux

  • Danke für die Infos. Da habe ich wieder was gelernt.


    Ich habe mich schon gewundert, warum die Wallbox in allen Einstellungen als untersten Amperewert die 6 hat und warum zur Verringerung des Netzbezugs ein Startpunkt von 1.320W empfohlen wurde.


    Jetzt fällt mir auch wieder ein, dass mein Smartphone im Auto über den Zigarettenanzünder nicht geladen hat. Als ich einen Ladeadapter mit höherer Leistung eingesteckt habe, hat es dann funktioniert.


    Learning:

    Eine Batterie nimmt erst dann Strom auf, wenn eine bestimmte Leistung anliegt ☝️.

    Und damit kann auch die PV-gesteuerte Wallbox nicht von "0" hochregeln.

  • Für die PV-Anlage habe ich mir einen Rundum-Sorglos-Anbieter geholt. Das war German Sol in Egelsbach/Hessen. Ob die auch bei Dir vertreten sind,, weiß ich allerdings nicht.


    Die haben mein Dach ausgemessen, die passende Anlage geplant, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gemacht und die Anlage auf's Dach geschraubt.

    Die Wirtschaftlichkeitsberechnung war sehr konservativ. Die kalkulierte Stromproduktion habe ich bisher immer übertroffen. Die Anlage betreibe ich jetzt schon im fünften Jahr.


    Als Wallbox habe ich die OpenWB installiert. Sie gehört bei den PV-gesteuerten Wallboxen zu den preiswertesten. Fragen wurden vom Hersteller immer prompt und kompetent beantwortet. Auch wenn ich bisher nur ein Wochenende testen konnte, kann ich die Wallbox nur empfehlen.